Sozialer Notstand - Wie sozial sind die Sozialsysteme von Deutschland und Tschechien in Wirklichkeit?

Das Beispiel einer chronisch kranken Frau
mit Brittle-Diabetes und einer Hypoglykämie-Wahrnehmungsstörung

Jedes Jahr sterben in Deutschland zwischen 18.000 bis 30.000 Diabetiker Typ 1 an einer schweren Hypoglykämie

Wie die gesetzliche tschechische Krankenkasse im Fall Karin reagiert - Teil 6

VZP

Am 02.12.2016 traf hier eine E-Mail von Frau Iveta Škudrnová, von der Regionalfiliale Plzeò der VZP ein. Darin wurde mitgeteilt, dass die Versichertenkarte für Karin bereit ist für die Abholung in der Filiale in Plzeò.

Am 07.12.2016 war Karin in Begleitung ihres Ehemannes bei der Regionalfiliale der VZP in Plzeò. Dort bekam sie um 12:45 Uhr am Schalter Nr. 3 von Frau Kateøina Sikstová die Versichertenkarte der Krankenkasse VZP und ein Begleitschreiben ausgehändigt. Die Versichertenkarte ist gültig bis 31.12.2017.

Karin bezieht monatlich eine tschechische Invalidenrente von 506,- Tschechischen Kronen, dass sind jährlich 6.772,- Tschechische Kronen. Als langjährige Diabetikerin unterliegt Karin der intensivierte Insulinteraphie. Sie braucht täglich dafür mindestens 4-5 Blutzuckerteststreifen, was jährlich etwa 1.460 bis 1.825 Blutzuckerteststreifen entspricht. Die tschechische Krankenkasse trägt lediglich für 1.000 Blutzuckerteststreifen die Kosten, wobei dafür noch ein Selbstanteil von etwa 678,- Tschechischen Kronen anfällt. Die restlichen 460 bis 825 Blutzuckerteststreifen muss Karin aus eigener Tasche bezahlen. Die Kosten dafür belaufen sich zwischen 4.646,- bis 8.332,50 Tschechischen Kronen - und das bei einer Jahresrente von 6.772,- Tschechischen Kronen! DAS IST EINE SCHANDE FÜR DAS SOGENANNTE SOZIALSYSTEM - DAS DEN NAMEN DAFÜR NICHT VERDIENT!

Am 08.11.2017 war Karin in Begleitung ihres Ehmemannes bei der Regionalfiliale der VZP in Plzeò. Um 10:24 Uhr war sie dort am Schalter Nr. 2 bei Frau Martina Srbová. Karin gab ihr einen Antrag auf Ausstellung einer neuen Versicherungskarte. Der Eingang wurde auf einer Kopie des Schreibens per Eingangsstempel der VZP bestätigt.

Bis 03.01.2018 war hier aber weder eine neue Versicherungkarte 2018 eingetroffen, noch erfolgte eine Nachricht, dass die Karte bei der Regionalfiliale der VZP in Plzeò abgeholt werden kann. Warum nicht? Um das Problem zu lösen wurde je eine E-Mail an die vormalige Sachbearbeiterin bei der Regionalfiliale der VZP in Plzeò, Frau Iveta Škudmová, und an die Zentrale der VZP in Praha geschickt. Frau Iveta Škudmová bestätigte den Eingang der Email mit einer Lesebestätigung. Die Zentrale in Praha antworte mit einer E-Mail, in der mitgeteilt wurde, dass die E-Mail an Frau Martina Srbová, Regionalfiliale der VZP in Plzeò weiter geleitet wurde.

Da Karin ein Rezept brauchte, war sie noch am 03.01.2017 bei ihrer Hausärztin, Frau MUDr. Yvetta Machová, in Všeruby. Dort stellte sich heraus, dass die Ärztin kein Rezept ausstellen konnte, weil Karin nicht mehr in der Datenbank der VZP aufgeführt ist. Ein sofortiger Anruf bei der VZP ergab die Auskunft, dass Karin angeblich nicht mehr versichert sei! Darauf fuhr Karin in Begleitung ihres Ehemannes sofort zur Regionalfiliale der VZP in Plzeò. Nach langer Warterei wurde dann dort von Frau Iveta Škudmová festgestellt, dass die Versicherung unverändert bestehe. Karin wurde zum Nachweis der Versicherung eine Versicherungs-Bescheinigung ausgestellt, die 3 Monate Gültigkeit hat. Es wurde mitgeteilt, dass Karin eine neue Versicherungskarte bekommen wird (Gültigkeit bis 31.12.2018), die dann Ende Februar in der Regionalfiliale abgeholt werden kann. Fazit: Schlamperei bei der VZP zu Lasten der Versicherten - keine Erklärung - keine Entschuldigung für die Unannehmlichkeiten!

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Letzte Aktualisierung am 03.01.2018

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